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COVID-19 – Impfstrategie 
Pressekonferenz nach dem Ministerrat am 25. November 2020 
 

 
Stand der Österreichischen COVID-19-
Impfstrategie 
Der Zeitpunkt des Starts der Covid-19-Impfung rückt näher. Die ersten Marktzulassungen 
könnten um den Jahreswechsel, möglicherweise noch in der zweiten Dezemberhälfte 
erfolgen. 
Die grundlegende Erfolgsgeschichte ist die gemeinsame Impfstoffbeschaffung aller EU-
Staaten, die garantiert, dass auch wir in Österreich ein breites und gemeinsames Portfolio 
von bis zu sieben Impfstoffen anbieten können. 
Der Bund hat dazu einen Finanzrahmen für den Ankauf der Impfstoffe von 200 Mio. Euro 
bereitgestellt. Der große Vorteil der EU-weiten Gemeinschaftsbestellung liegt einerseits in 
der bedeutenden Marktmacht der EU, die auf Grund des großen Mengengerüsts auch 
andere Einkaufspreise erzielen konnte. Andererseits aber auch in der gerechten Verteilung 
innerhalb der EU-Mitgliedstaaten durch einen definierten Bevölkerungsschlüssel.  
Das erklärte Ziel ist eine hohe Durchimpfungsrate der Bevölkerung von jedenfalls mehr 
als 50 Prozent, um die Krankheitslast und das Versorgungsrisiko im Gesundheitssystem 
minimieren zu können. Die Impfung wird auf Freiwilligkeit beruhen. 
Die Impfungen sollen – für bestimmte Zielgruppen – im Jänner beginnen und gestaffelt 
nach weiteren Zielgruppen ausgerollt werden. Die heutige Ausgangssituation lässt darauf 
schließen, dass es bis zum dritten Quartal 2021 ausreichend Impfstoff für alle Menschen in 
Österreich geben wird. Wir haben diesbezüglich Vorverträge für rund 16,5 Mio. Dosen 
abgeschlossen, da jede Person im Abstand von drei bis vier Wochen insgesamt zwei Mal 
geimpft werden muss. Über weitere zwei Millionen Dosen laufen derzeit intensive 
Verhandlungen auf EU-Ebene. 
Als erste sollen im Jänner in Alten- und Pflegeheimen Personen über 65 Jahre sowie das 
gesamte dort tätige Personal geimpft werden. Ebenso höchste Priorität haben 
Hochrisikogruppen mit definierten Vorerkrankungen sowie Pflege- und 
Gesundheitspersonal in Krankenanstalten, Ordinationen, Rettungsorganisationen, 
sozialen Diensten. In der zweiten Phase (Februar, März, April) sollen grundsätzlich 
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COVID-19 – Impfstrategie 

 
 
Personen über 65 Jahre geimpft werden sowie Personen mit Systemrisiko in den 
Bereichen Sicherheit, Justiz, Schulen- und Bildungseinrichtungen, kritische Infrastruktur 
und zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens.  
Zusätzlich soll ab dem zweiten Quartal die allgemeine Bevölkerung geimpft werden. 
Einerseits sollen Impfaktionen in großen Betrieben abgehalten werden, andererseits soll 
es auch Impfmöglichkeiten in Impfzentren und Impfstraßen in den Gemeinden sowie bei 
den niedergelassenen Ärzten geben. 
Insgesamt hat man mit bereits fünf der sieben Impfstoffanbieter fixe Vorkaufsverträge auf 
EU-Ebene abgeschlossen, mit den restlichen beiden Anbietern sind die Vorkaufsverträge 
auf EU-Ebene in Verhandlung. Im Detail werden in Österreich liefern:  
•  AstraZeneca, Viral-Vector 
 
6 Mio. Dosen 
•  SANOFI, Protein-Subunit  
 
1,5 Mio. Dosen 
•  Johnson&Johnson, Viral-Vector   
2,5 Mio. Dosen 
•  BioNTech/Pfizer, mRNA   
 
3,5 Mio. Dosen 
•  CureVac, mRNA   
 
 
3 Mio. Dosen 
„Die grundlegende Erfolgsgeschichte ist die gemeinsame Impfstoffbeschaffung aller EU-
Staaten, die garantiert, dass auch wir in Österreich ein breites und gemeinsames Portfolio 
von bis zu sieben Impfstoffen anbieten können. Die Impfung ist ein wichtiger Schlüssel im 
Kampf gegen Covid-19“, betont Gesundheitsminister Rudi Anschober. 
FAQs und Informationen unter: https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-
Coronavirus/Coronavirus---Haeufig-gestellte-Fragen.html  
https://www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Impfen/Nationales-
Impfgremium.html 
 
COVID-19 – Impfstrategie  
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Hintergrund und die Erfolgsgeschichte 
von Impfungen  
Dank Impfungen konnten in der Vergangenheit bereits mehrere Erfolge verzeichnet 
werden. So konnten beispielsweise 1980 die Pocken dank weltweiten Impfprogrammen 
ausgerottet werden.  
• 
Eine andere Erfolgsgeschichte ist die Kinderlähmung, Poliomyelitis: Kinderlähmung 
war in Österreich bis in die 1940/1950er eine häufige Kinderkrankheit. Ende der 
1950er/Anfang der 1960er wurden in Österreich Impfstoffe gegen Polio eingeführt und 
der letzte bekannte Fall von Kinderlähmung trat in Österreich 1980 auf.  
• 
Es gibt jedoch auch Infektionskrankheiten, die nach wie vor, obwohl es sichere und 
effektive Impfstoffe gibt, auch bei uns ein Thema sind. Allen voran wären hier die Masern 
zu nennen: Die letzte große Epidemie mit vermeidbaren Todesfällen trat in Österreich in 
den 90iger Jahren auf (von 1993 bis 1997 geschätzte 28.000–30.000 Maserninfektionen). 
Als Folge der damaligen Epidemie erkrankten allein zwischen 1997 und 2007, 16 Kinder an 
subakut sklerosierender Panenzephalitis (SSPE), die langsam tödlich verläuft. Todesfälle, 
die durch Impfungen vermeidbar gewesen wären. 
• 
Dank des kostenfreien Kinderimpfprogramms des Bundes, der Bundesländer und 
der Sozialversicherungsträger, das 1997/1998 ins Leben gerufen wurde, hat sich die 
Situation etwas geändert. Ziel war und ist es, allen in Österreich lebenden Kindern bis zum 
15. Lebensjahr Zugang zu den für die öffentliche Gesundheit wichtigen Impfungen zu 
ermöglichen, ohne dass dafür den Erziehungsberechtigten Kosten erwachsen. Auf diese 
Weise sind die meisten impfpräventablen Krankheiten im Kindes- und Jugendalter 
abgedeckt.  
• 
Dadurch soll die für den wichtigen „Herdenschutz“ notwendige Impfbeteiligung in 
der Bevölkerung erreicht werden, so beispielsweise auch für Masern. Um die WHO-Ziele 
der Masernelimination zu verfolgen, wird die Masern-Impfung in Österreich seit einigen 
Jahren sogar kostenfrei für alle Altersgruppen angeboten. So konnten die Masern-
Fallzahlen mittlerweile deutlich reduziert werden, doch auch einige hundert Fälle, wie in 
den letzten Jahren teils verzeichnet, sind noch deutlich zu viel und hier dürfen die 
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COVID-19 – Impfstrategie 

 
 
Anstrengungen nicht aufhören, hohe Durchimpfungsraten zu verfolgen, um Masernfälle in 
Österreich zu vermeiden. Beispielsweise wurden 2015 309 Masernfälle verzeichnet und im 
vergangenen Jahr 2019 immerhin 151 Masernfälle. 
Nun stehen wir in der COVID19-Pandemie vor der Situation, dass wir derzeit noch keine 
Impfstoffe zur Verfügung haben, um das Infektionsgeschehen und die damit verbundene 
Krankheitslast zu reduzieren. Wir hoffen jedoch, dass sich dies in den nächsten Wochen 
ändern wird, und darum hat sich Österreich frühzeitig bemüht, entsprechende Impfstoffe 
für die Bevölkerung zu sichern: 
COVID19-Impfstoff-Beschaffung auf Europäischer Ebene 
So beteiligt sich Österreich an einer gemeinsamen COVID-19 Impfstoffbeschaffung auf 
europäischer Ebene, in die alle 27 EU‐Mitgliedstaaten eingebunden sind. Um die Risiken 
u.a. einer verzögerten Marktzulassung, der qualitativen Wirksamkeit und Verträglichkeit 
sowie der Einsatzmöglichkeiten bei verschiedenen Bevölkerungs- und Risikogruppen 
breiter zu streuen, werden Verhandlungen über Vorkaufverträge derzeit mit 
verschiedenen Impfstoffherstellern geführt, welche sich bei der Entwicklung 
unterschiedlicher Technologien und Entwicklungsansätze bedienen. Innerhalb der EU 
werden die reservierten und künftig zur Verfügung stehenden Liefermengen jeweils nach 
Bevölkerungsanteil aufgeteilt, so dass Österreich zwei Prozent der zur Verfügung 
stehenden Impfstoffdosen zustehen. 
Nationale Impfstrategie 
Das erklärte Ziel der Bundesregierung ist es, jeder und jedem, die/der sich impfen lassen 
möchte, einen umfassend geprüften, sicheren, effektiven und zugelassenen COVID-19-
Impfstoff zur Verfügung zu stellen. Dabei soll es keine Impfpflicht geben. In Abhängigkeit 
von den Eigenschaften bzw. der Zulassung des oder der verfügbaren Impfstoffe wird es 
eine klare Empfehlung geben, wer geimpft werden soll. Es ist vorgesehen, die Impfstoffe 
der Bevölkerung kostenfrei zur Verfügung zu stellen.  
COVID-19 – Impfstrategie  
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Ziele der Nationalen Impfstrategie  
Die Ziele der nationalen Impfstrategie inkludieren die Reduktion der Krankheitslast durch 
COVID‐19 und Vermeidung von Todesfällen, den Schutz vulnerabler Bereiche, wie etwa 
das Gesundheitssystem, die Aufrechterhaltung der essenziellen Infrastruktur 
sicherzustellen, den Schutz der Systemerhalter/‐innen (z.B. in den Bereichen 
Lebensmittelhandel, öffentliche Verkehrsmittel, Schulen und Kindergärten etc. tätige 
Personen) und die Normalisierung des öffentlichen Lebens - soweit mit Impfungen 
möglich-  durch rasches Erreichen hoher Durchimpfungsraten. 
Dabei muss berücksichtigt werden, dass Impfungen voraussichtlich nicht die alleinige 
Lösung sein werden. Es ist derzeit noch nicht bekannt, ob Impfungen nur vor Erkrankung 
schützen werden oder ob diese auch die Weiterübertragung des Virus vermeiden werden 
können. Nicht bekannt ist auch, wie lange mögliche Impfungen gegen COVID-19 schützen 
werden. So werden andere Maßnahme wie etwa Hygienemaßnahmen oder das Tragen 
von Masken weiter notwendig sein und es ist wichtig und notwendig, die 
Erwartungshaltungen in der Bevölkerung nicht zu hoch zu setzen und nicht zu 
versprechen, dass mit dem Vorhandensein von Impfungen eine unverzügliche 
Normalisierung des öffentlichen Lebens wird möglich sein.  
Zielgruppen für eine Impfung 
Es ist davon auszugehen, dass anfangs nicht ausreichend Impfstoffe zur Verfügung stehen 
werden, um alle Menschen in Österreich gleichzeitig zu impfen und wahrscheinlich 
werden einzelne Impfstoffe auch nicht für alle Personengruppen zugelassen sein.  
Wenn bekannt ist, welcher Impfstoff mit welchen Eigenschaften und welcher Wirksamkeit 
vorhanden ist, wie viele Dosen davon und bei welchen Personen sie eingesetzt werden 
können, wird es in Abhängigkeit von der medizinisch-fachlichen Empfehlung in 
Zusammenhang mit der epidemiologischen Situation möglich sein, final zu entscheiden, 
welche Zielgruppe geimpft wird. 
Das nationale Impfgremium erarbeitet derzeit eine Priorisierung der Zielgruppen, die 
laufend in Abhängigkeit der weiteren wissenschaftlichen Erkenntnisse, Eigenschaften der 
Impfstoffkandidaten, Impfstoffverfügbarkeit, Indikation und Zulassung der letztlich zur 
Verfügung stehenden Impfstoffe und der epidemiologischen Situation zum Zeitpunkt der 
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COVID-19 – Impfstrategie 

 
 
Impfstoffverfügbarkeit adaptiert werden muss. Mit einem akkordierten Ergebnis ist im 
Lauf der kommenden Woche zu rechnen. 
Umsetzung der Impfung 
Derzeit ist nicht bekannt, welcher Impfstoff wann genau eine Zulassung erlangen wird, für 
welche Indikation und Altersgruppe der entsprechende Impfstoff zugelassen sein wird, ob 
er nur vor Erkrankung schützen wird oder auch Virustransmission verhindern kann und 
wie sich die epidemiologische Situation zum Zeitpunkt der Impfstoffverfügbarkeit 
darstellt. Dennoch ist es bereits vor der Zulassung etwaiger Impfstoffe erforderlich, 
Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine effiziente Umsetzung der Impfung der 
Bevölkerung sobald Impfstoffe zur Verfügung stehen, ermöglicht. Um diese benötigten, 
hohen Durchimpfungsraten zu erreichen, werden Impfungen niederschwellig angeboten. 
Ein Schwerpunkt der Impfstrategie liegt daher im Anbieten von Impfungen dort, wo die 
Zielgruppen arbeiten, wohnen oder sich aufhalten. Die Ausrollung der Impfungen erfolgt 
daher in drei Phasen: 
• 
Phase 1 Jänner/Februar 2021 (wenig Impfstoff verfügbar, komplexe Liefer- und 
Lagerbedingungen): eng priorisierte Zielgruppe, zentralisierte Verimpfung in Alten- und 
Pflegeheimen durch betreuendes Personal und ev. mobile Impf-Teams sowie in den 
Krankenanstalten/Gesundheitseinrichtungen für eigenes Personal und (definierte) 
Hochrisikogruppen 
• 
Phase 2 Februar/März 2021 (mehr Impfstoff verfügbar, Ressourcenengpass 
Impfstellen): eng priorisierte Zielgruppe für erweiterte Impfstellen, z.B. Dienststellen der 
Personen mit Systemrisiko durch z.B. Arbeitsmedizin, mobile Impfteams, Schulärztinnen-
/ärzte sowie im niedergelassener Bereich, Impfinstitute und, Krankenkassen-Ambulatorien 
für Personen höheren Alters (Personen in 24-Stunden Betreuung und deren Betreuer; 
Betreute und BetreuerInnen der mobilen Dienste) 
• 
Phase 3 ab dem 2. Quartal (Impfstoff großflächig verfügbar): Impfung für jeden, 
der sich impfen lassen möchte, zusätzlich zu den Impfmöglichkeiten der Phase 1 und 2 
auch in öffentlichen Impfstellen in den Gemeinden, Krankenkassen-Ambulatorien, 
niedergelassenen Ärzten, größere Einrichtungen und Betriebe mit eigenen Arbeits-
/Schulärztinnen und -ärzten und mobile Impfteams zur punktuellen Unterstützung  
COVID-19 – Impfstrategie  
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Dabei werden operative Impf-Verantwortliche („Impfkoordinatoren“) in (öffentlichen) 
Einrichtungen, Dienststellen und (größeren) Betrieben etabliert, die gemeinsam mit 
Landesbeauftragten und dem Österreichischen Bundesheer die Umsetzung der Impfungen 
sicherstellen.  
 
 
 
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COVID-19 – Impfstrategie 


 
 
Bundesministerium für  
Soziales, Gesundheit, Pflege  
und Konsumentenschutz 
Stubenring 1, 1010 Wien 
+43 1 711 00-0 
sozialministerium.at