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 (GROW)
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jeudi 9 novembre 2017 09:05
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 (GROW)
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 zur harmonisierten Einstufung 
von Titandioxid - VCI-Positionen
Sehr geehrter 

 
vielen Dank für die schnelle Rückmeldung. Wir begrüßen es sehr, wenn die Präsentation auf der Circa-
Plattform eingestellt wird für die Mitglieder und Beobachter im CARACAL.  
Gerne werde ich versuchen Sie heute telefonisch zu erreichen. Würde ein Telefongespräch um 11.00 Uhr bei 
Ihnen passen? 
 
Freundliche Grüße 
 
 
VERBAND DER CHEMISCHEN INDUSTRIE e.V. 
Wissenschaft, Technik und Umwelt 
Bereich Produktsicherheit 
Mainzer Landstraße 55 
60329 Frankfurt  
 
 
 
vci.de 
 
Internet: www.vci.de und www.chemiehoch3.de 
Social Media: VCI Twitter, VCI YouTube, VCI Facebook 
 
 
 
 
 
Von: EC ARES NOREPLY [mailto:[adresse e-mail]]  
Gesendet: Mittwoch, 8. November 2017 17:48 
An: 
 
Cc:
 
 
Betreff: Ares(2017)5443537 - RE: 171108 VCI: Diskussionen zur harmonisierten Einstufung von Titandioxid - VCI-
Positionen 
 
Ares(2017)5443537 - RE: 171108 VCI: Diskussionen zur harmonisierten Einstufung von Titandioxid - VCI-Positionen 
 
1


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@ec.europa.eu>. Toutes les réponses doivent être effectuées à 
cette adresse électronique. 
 
Vielen Dank für Ihre Nachricht – ich stehe gerne für ein Telefonat zur Verfügung. Wünschen Sie, dass wir die 
Präsentation auf unserer Circa-Plattform, die zum Austausch von Documenten mit den CARACAL 
Mitgliedern/Beobachtern dient, aufladen? 
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
 
  
  
 
 
European Commission  
DG for Internal Market, Industry, Entrepreneurship and SMEs 
Unit D.2 Chemicals 
  
 
  
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opinion or constitute a formal commitment of the European Commission. 
 
 
 
 
 
 
From: 
@VCI.de]  
Sent: Wednesday, November 08, 2017 11:23 AM 
To: 
 (GROW) 
Cc: 
 
Subject: 171108 VCI: Diskussionen zur harmonisierten Einstufung von Titandioxid - VCI-Positionen 
 
Sehr geehrter 

 
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in der 25. Sitzung des CARACAL am 16. November 2017 ist geplant über die Opinion des RAC, 
Titandioxid im Rahmen der CLP-Verordnung als Stoff mit Verdacht auf krebserzeugende Wirkung 
einzustufen, zu diskutieren. 
 
Wir möchten unsere große Besorgnis darüber zum Ausdruck zu bringen, das mit dem 
Einstufungsvorschlag der Versuch unternommen wird einen Einzelstoff auf der Basis von 
stoffunspezifischen, allgemeinen Partikeleffekten einzustufen. Bei einem solchen Vorgehen sehen wir 
erheblichen Bedenken, die gegen eine Einstufung sprechen. 
 
Der Anwendungsbereich der CLP-Verordnung ist auf „intrinsisch“ toxische Stoffe beschränkt. Das 
Committee for Risk Assessment (RAC) hat im Fall von Titandioxid eine solche intrinsische Toxizität „im 
klassischen Sinne“ (Seite 38, 40) verneint und seine Empfehlung stattdessen auf die Eigenschaft der 
PSLT-Stoffgruppe (Poorly Soluble Low Toxicity particles“ (PSLT)) und die damit verbundenen 
Partikeleffekte gestützt. Diese Begründung ist nochmals der Beleg, dass es sich um keine spezielle 
Eigenschaft von Titandioxid handelt, sondern um allgemeine Partikeleffekte die charakteristisch für die 
Gruppe der staubförmigen Stoffe sind. 
 
Weiterhin muss festgestellt werden, dass auch die vorhandenen wissenschaftlichen Daten aus unserer 
Sicht keine Einstufung rechtfertigen: Die Empfehlung des RAC stützt sich im Wesentlichen auf eine 
einzige, über 20 Jahre alte Tierversuchsstudie an Ratten, die – gemessen an heutigen Standards – 
nicht valide ist und aus diesen Gründen von der französischen Behörde ANSES als Ersteller des CLH-
Dossiers in ihrem Vorschlag als nicht verwertbar eingestuft wurde. Ergebnisse aus „lung overload“-
Studien an Ratten sind aus mehreren Gründen nicht auf den Menschen übertragbar (gepushter 
Hochdosiseffekt bei der Ratte als spezielle Spezies). Unzureichend berücksichtigt wurden vom RAC 
auch die vielen epidemiologischer Untersuchungen, die unter realen Bedingungen für den Menschen 
keinen Zusammenhang mit einer Krebsgefahr aufgrund von Titandioxid ergeben haben.  
 
Eine Einstufung im Rahmen der CLP-Verordnung würde überdies gegen den auch im Europäischen 
Recht verankerten Verhältnismäßigkeitsgrundsatz verstoßen, da sie weder geeignet, erforderlich noch 
angemessen wäre: In Deutschland wie auch in den meisten EU-Mitgliedstaaten existieren bereits 
Staubgrenzwerte für den Arbeitsplatz, um allgemeingültige Partikeleffekte zu regulieren. 
 
Die Kennzeichnung vieler Verbraucherprodukte mit dem Hinweis „Kann vermutlich Krebs erzeugen“ 
würde zu einer erheblichen Verunsicherung und Kaufzurückhaltung bei Verbrauchern führen.  
Hinzu kommt, dass viele europäische wie auch nationale Regelungen mit der Einstufung im Rahmen 
der CLP-Verordnung verknüpft sind: So müssen beispielsweise nach der EU-Abfallrahmen-Richtlinie 
Abfälle, die 1% oder mehr krebserzeugende Substanzen (Kategorie 2) enthalten, als „gefährlicher 
Abfall“ eingestuft und gesondert entsorgt werden. Dies beträfe eine Vielzahl von Abfallströmen, 
beispielsweise Kunststoffabfälle, Bauabfälle wie Altfenster, Tapeten- und Farbreste, hochwertige 
Papiere, Möbel und Keramik. Das Recycling oder die energetische Verwertung dieser Abfälle würde 
quasi unmöglich gemacht, weil die vorhandenen Anlagen nicht über die entsprechende 
immissionsschutzrechtliche Genehmigungen zur Behandlung gefährlicher Abfälle verfügen. Auch 
Spielzeuge, die Titandioxid enthalten, wären nach der EU-Richtlinie für Spielzeugsicherheit verboten. 
Betroffen davon wären beispielsweise beschichtete Holzspielzeuge, Kunststoffspielzeuge und 
Malkästen. 
 
Auch gesundheitspolitisch bringt der Vorschlag nur Nachteile, weil zukünftig auf noch viel mehr 
Verbraucherprodukten das Gefahrensymbol und der Hinweis „Kann vermutlich Krebs erzeugen“ 
aufgedruckt wäre. Hier droht eine Überkennzeichnung und in deren Folge eine Abstumpfung beim 
Verbraucher, wodurch das gesamten CLP-System gefährdet würde. 
 
Anbei übersenden wir Ihnen die Zusammenstellung unserer Positionen und Argumente auf Deutsch 
und Englisch in Form einer Präsentation. 
 
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Der Einstufungsvorschlag und die Empfehlung des RAC haben bereits zu erheblicher Verunsicherung 
in den betroffenen Industriebranchen und deren Abnehmern geführt. Wir sind Ihnen dankbar, wenn die 
aufgeworfenen Fragen innerhalb der EU-Kommission ausführlich diskutiert und rechtlich bewertet 
werden. Gern stehen wir Ihnen für einen weiteren Austausch und ein Gespräch zur Verfügung. 
 
Gerne möchte ich mich auch nochmals telefonisch dazu austauschen und werde versuchen Sie 
Morgen zu erreichen. 
 
Freundliche Grüße 
 
 
VERBAND DER CHEMISCHEN INDUSTRIE e.V. 
Wissenschaft, Technik und Umwelt 
Bereich Produktsicherheit 
Mainzer Landstraße 55 
60329 Frankfurt  
 
 
 
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